Kategorie: Archiv

Schöneggstrasse 27, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

Resort Andermatt, Studienauftrag Villenzone 2007

Auf einem ehemaligen Waffenplatz entsteht das Ferienresort Andermatt Swiss Alps. Im Endausbau wird es über 6 Hotels, 70 Appartementhäuser und Villen sowie über eine ausgedehnte öffentliche Infrastruktur verfügen.

HLS wurden eingeladen, Vorschläge für die direkt an der Reuss liegende Villenzone zu machen. Obwohl es sich um sehr luxuriöse Villen handelt, wünschte die Bauherrschaft eine dichte Bebauung. Damit trotzdem jede Villa einen Anteil an der attraktiven Flusslandschaft für sich beanspruchen kann und möglichst viel Privatheit gewährleistet ist, schlugen HLS vor, die Villen in Dreier-Clustern zu organisieren. Jede Villa dockt hinten an einen Erschliessungsplatz an, vorne verfügt sie über eine Terrasse mit Blick auf die Reuss. Die Villen sind in den drei grössen S, M, und L konzipiert. Im Sinne der dichten Anordnung verfügen sie über ein introvertiertes Rückgrat aus Stein und eine Zimmerschicht aus Holz mit grosszügigen Öffnungen.

Hadlaubsteig, Doppeleinfamilienhaus, Zürich 2005-2007

An privilegierter Hanglage am Fuss des Züricher Villenquartieres entstand dieses Haus für zwei Bauherrschaften.
Beide Parteien wünschten die exakt gleichen Wohn- und Gartenflächen und sollten möglichst gleichwertig an der schönen Sicht über die Stadt teilhaben.
Damit endeten die Gemeinsamkeiten und mit jeder Bauherrschaft wurde eine individuelle Architektursprache entwickelt, sowohl hinsichtlich der internen Raumbeziehungen, als auch der Materialisierungen. Im einen Fall ein offenes, fliessendes Raumkontinuum, im anderen Fall eine eher klassische Aneinanderreihung von Räumen.
Um beiden Wohnungen die gleichen Qualitäten zu verleihen, erstreckt sich jeder Hausteil vom Garten, über alle vier Geschosse, bis hinauf zur Dachterrasse. Gleichzeitig strebten wir einen ruhigen äusseren Auftritt des Hauses an. Die zwei komplett unterschiedlichen Wohnungen sollten deshalb von aussen nicht ablesbar sein.
Aus all diesen Vorgaben ergab sich dann ein äusserst komplexer Grundriss, in dem sich die beiden Wohnungen in einer Dregbewegung um die Mitte des Hauses, von Geschoss zu Geschoss, ineinander verzahnen.
Um dem Haus optisch etwas von seiner beachtlichen Grösse zu nehmen, wurde jede der vier Hausfassaden durch einen leichten Knick in zwei Flächen unterteilt. So verändert sich das Aussehen des Hauses mit der Tageszeit und dem Sonnenstand ständig.
Die metallene, dunkle Einkleidung von Fassaden und Dach unterstreicht die Kompaktheit des Volumens und ihre elegante Wirkung nimmt Bezug auf die gehobenen Wohngegend im Umfeld des Hauses.

Gartengestaltung: Ganz Landschaftsarchitekten BSLA, Zürich
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle & Partner AG, Zürich

 

Bellinzona, Concorso Cassa Pensioni dei Dipendenti Dello Stato 2005

concetto urbanistico:

L`area di concorso si trova a confine di un quartiere residenziale con grandi edifici destinati all`amministrazione pubblica. Ad ovest del sedime è in fase di progettazione un parco pubblico

Il progetto si orienta alla tipologia preesistende nel vicinato, ovvero ad edifici singoli con spazi privati esterni che si estendono tra di essi.

L`ampliamento del parco pubblico ad est, viene eseguito in modo tale da passare da  zona pubblica a spazi verdi privati. Gli edifici vengono quindi a trovarsi in un parco privato con acceso al parco pubblico.

concetto architettonico:

La disposizione degli appartamenti avviene in tre fabbricati diversi. Ne risultano  appartamenti con qualità differenti, composti con i medesimi elementi e locali. Inoltre i volumi presentano una superficie di facciata minimizzata. In questo modo i costi d` edificazione risultano contenuti.

Gli appartamenti si dispongono attorno a un ampio soggiorno con terrazza e cucina. La cucina è stata pianificata in modo che puo essere eseguita sia aperta che separata dal salotto. Gli appartamenti usufruiscono, in tal modo, di una trasparenza spaziale attraverso la terrazza, che genera una certa spaziosità. Le camere restano nonostante tutto zone intime.

L`accesso veicolare ai posteggi coperti avviene in modo che i spazi esterni e di svago non ne vengano toccati. L`autorimessa sotterranea può essere raggiunta attraverso accessi interni.

Ogni appartamento è predisposto per persone portatrici di handicap.

struttura e statica:

La stattica viene interpretata tale, che le facciate non necessitano di elementi portanti. Il principio formativo delle aperture è quindi esclusivamente rivolto alle esigenze dei spazi interni.

Questo tipo di struttura rende possibile un semiinterrato rientrante, ottenendo così la sensazione di un paesaggio scorrevole sotto edifici sospesi nell`aria.

sistema costruttivo e materiali:

Per le facciate viene suggerito una esecuzione ad intonaco con superfici differenti. I diversi strati delineano le altezze differenti del davanzale, entranto in dialogo con le vilette circostanti. Interpretando la loro diversità e il loro rapporto con i spazi esterni, viene sottolineato la propria indipendenza.

Kanzleistrasse 72, Mehrfamilienhaus, Zürich 1994–2004

1994 war unsere Analyse des Zürcher Wohnungsmarktes:

Der Wohnungsmarkt befriedigt vorwiegend traditionelle Wohnbedürfnisse, die nur noch zum Teil den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen und Ansprüchen gerecht werden. Konkret treten immer mehr verschiedene Nutzergruppen auf: Singles, Alleinerziehende, Alters-, Studenten-, Therapie-WGs, Grosshaushalte, usw. All diese Mieter oder Käufer müssen in der Regel für Wohnungen, die sie weder wollen noch brauchen können, einen grossen Teil ihres Einkommens auslegen.

Dagegen stand 1994 unsere Vision vom Wohnen:

  • Wir wollen Eigentümer, bzw. langfristige Mieter unseres Wohnraums werden;
  • Wir wollen in einem städtischen Umfeld leben;
  • Wir wollen möglichst viel von unserem Wohnraum selber gestalten;
  • Die Wohnung soll anpassungsfähig sein – an die Anzahl Bewohner, den Ausbaustandard, die Wohnform und vor allem an die finanziellen Möglichkeiten.

Im Zürcher Kreis 4 an der Kanzleistrasse stiessen wir auf ein unternutztes Grundstück, das dem KVZ gehörte. Diese Baulücke sollte nach unseren Vorstellungen mit flexiblen Wohnungen bebaut und maximal ausgenutzt werden.

Im Jahre 2000 wurde die Parzelle und unser Projekt von der Stiftung PWG übernommen. Das Projekt wurde im Februar 2004 fertig gestellt. Dabei wurden drei Grundrisstypen, die auf die Bedürfnisse der PWG zugeschnitten sind, eingebaut. Der flexible Grundtyp bleibt aber im Kern erhalten und lässt in Zukunft verschiedenste Optionen für Umbauten in allen Etagen offen.

nMBA, Wettbewerb nouveau Musée des Beaux Arts Lausanne 2004

La rive du lac, entre Ouchy et Vidy, s’est considérablement transformée au cours du temps; le lac a notamment été repoussé au moyen de remblais. Le long de la rue de Rhodanie, devant la place de Bellerive et sur le môle juste devant le chantier naval, des lignées d’arbres disposées comme des anneaux de croissance marquent les étapes de l’évolution du terrain. C’est entre ces lignées végétales que se côtoient les différents espaces: la place de Belleville – utilisée tantôt comme place du cirque, tantôt comme lunapark et tantôt pour des places de stationnement – la piscine, le chantier naval et le terrain triangulaire du futur musée s’avançant dans le lac. À l’avant de ce terrain recouvert de roseaux, se trouve le bâtiment du musée. Comme un coquillage échoué sur le rivage, il témoigne d’une relation étroite entre la berge et le lac tout en gardant et protégeant son contenu précieux.

Les généreuses salles d’exposition du musée sont sans exception orthogonales et neutres. La lumière naturelle peut être régulée, selon les besoins, par des impostes. La division des espaces est flexible, ce qui permet une présentation optimale des œuvres d’art; les salles sont repliées sur elles-mêmes, et leur atmosphère favorise ainsi la concentration sur les œuvres. Les autres espaces disposés autour de ces salles sont, par contre, modelées de façon plus expressive et séparées que par une membrane du paysage extérieur. Du côté de la ville, ils contiennent le hall d’entrée, le café et le foyer; du côté du lac, le visiteur peut se retirer, s’asseoir et se retrouver face au lac Léman et son paysage magnifique.

Par la fragilité de sa place – entre le lac et la rive – le musée s’expose comme le fait l’art. Comme l’art, cet édifice veut créer des tensions tout en fondant une atmosphère de paix et de concentration.

Rautistrasse, Wettbewerb Wohnsiedlung in Zürich-Altstetten 2004

Mit Ausnahme einiger Ecktypen, basieren alle Wohnungen auf der gleichen, einfachen Grundtypologie: grosszügige, helle, an der Fassade liegende Treppenhäuser mit repräsentativen Eingangbereichen. Alle Nasszellen sind natürlich belüftet und beleutet. Küche und Essraum bilden eine Einheit, die Küche kann aber auch ganz abgetrennt werden. Grosse Entrées, ansonsten wenig Erschliessungsflächen. Abgetrennter Schlafbereich – offener Wohnbereich mit vielfältigen Sichtbezügen. Die Wohnung profitieren durch ihre Transparenz in der Querrichtung über Aussicht (meist auf der Talseite) und Sonne (auf der Berg- bzw. Abendseite). Jede zweite Wohnung verfügt über ein abtrennbares, separat zugängliches „Zürcher Zimmer“. Sämtliche Wohnungen haben durch ihre Querorientierung Anteil am Hof und an der Strasse beziehungsweise der Aussicht. Keine unattraktiven Ergeschosswohnungen.

Die Umgebung der Parzelle ist sehr heterogen: Einzelhäuser wechseln sich ab mit niedrigen Zeilenbauten der fünfziger Jahre und Wohnblocks der Sechziger und Siebziger. Die Umgebung verfügt über viel Grün. Insbesondere die Aussenräume der bestehenden Siedlungen wirken allerdings undefiniert und  zerfledert. Das Projekt antwortet mit einer urbanen Geste. Die Überbauung  besetzt die Ränder mit zwei starken Gebäudekörpern. Sie umschliessen einen räumlich klar gefassten Hof. Der Hof hat die Qualitäten eines grosszügigen Parks, der das Herz der Überbauung bildet. Dem städtischen Aussen, wo sich alle Hauseingänge befinden, wird das Wohnzimmer der Siedlung gegenüber gestellt. Dieser Inneraum ist aber nicht hermetisch abgeschirmt – er öffnet sich den Nachbarn und erlaubt den Bewohnern vielfältige Aus- und Durchblicke.

Alte Bernstrasse, Umbau, Rüfenacht 2004

In einem Mehrfamilienhaus einer ehemaligen Gärtnerei, vom Amt für Denkmalpflege als schützenswert eingestuft, sollte die Erdgeschosswohnung renoviert und vergrössert werden.
Die Bauherrschaft besitzt durch Ihre Sammelleidenschaft eine beachtliche Menge an Büchern und Kunstgegenständen. Durch zahlreiche Umzüge immer nur in Kisten gelagert und nie in voller Grösse genossen, sollte diese Sammlung nun endlich einen Raum bekommen.

Beim Umbau galt es in erster Linie Platz für die vielen Bücher der Bauherren zu schaffen, wozu Orangerie und Lagerraum der ehemaligen Gärtnerei an die Wohnung im Erdgeschoss durch eine gläserne Laube angebunden und als eine 4m hohe Bibliothek, in die man durch eine „Kaskade“ aus Bücheregalen hinabtaucht, gestaltet wurden.
Dieses Atelier ist das Herzstück der Wohnung – der introvertierteste Raum, von Aussen durch Vorzonen wie der Laube und der Orangerie geschützt.
Entwurfsmassgebend ist der Kontrast zwischen der Struktur der Altbauwohnung, die nur saniert und an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst immer noch kleinteilig und gemütlich bleibt und der neu geschaffenen Bibliothek mit ihrer Grosszügigkeit und Modernität.

Langensteinstrasse, Umbau Wohnhaus, Zürich 2003

Umbau und Erweiterung eines Einfamilienhauses für eine Familie mit 3 Kindern. Das ursprünglich 2 geschossige Wohnhaus wurde im Dach und Untergeschoss erweitert um genügend Platz für die Familie zu bieten.
Dabei ging es ovalem darum, aus den talseitigen Kellerräumen im Untergeschoss ein vollwertiges Wohngeschoss zu machen. Dies wurde durch folgende Einriffe erreicht: Erweiterung der ehemaligen Kellertreppe zu einem vollwertigen Treppenhaus. Verbindung von zwei Einzelräumen zu einem grosszügigen offenen Raum mit ebenerdigen Bezug zum Gartenbereich. Gestalterische Einbindung der Fenster in die Hauptfassade.
Daneben wurde das Haus gesamtsaniert und ein Garagenanbau umgenutzt.

Oberer Graben, Projektwettbewerb Verwaltungszentrum in St. Gallen 2003

Die Aufgabe bestand darin, die bestehenden Altbauten des St. Gallischen Strassenverkehrsamtes durch zwei Neubauten zu vergrössern und zu modernisieren.

Das Projekt von HLS schafft ein neues Rückgrat, das teilweise in die Altbauten eingreifft. Treppenhäuser und Nasszellen werden so vollständig erneuert. An der Frongartenstrasse entsteht eine repräsentative Publikumszone. Die Fassaden nehmen das Thema der steinernen Verwaltungsgebäude der Jahrhundertwende auf.