Kategorie: Bauten

Mettmenstetten, Wohnüberbauung, Studienwettbewerb 1. Preis ab 2017

Runchett Poschiavo, Umbau 2020

Im Wald leicht oberhalb von Poschiavo liegt das ehemalige Atelierhaus des Schriftstellers Wolfgang Hildesheimer. Es wurde in den 1960er-Jahren erstellt und in den 1980er-Jahren zu einem Ferienhaus erweitert.

Das Haus dient den neuen Besitzern als temporärer Wohnsitz. Zu diesem Zweck wurde es komplett entrümpelt. Spätere Einbauten wurden entfernt, um die Raumabfolge Küche – Salon räumlich erlebbar zu machen und dem kleinen Haus durch unterschiedliche Raumhöhen, Verengungen und Ausweitungen eine Grosszügigkeit zu verleihen.

Die Räume treten nun durchgängig als weisse Raumskulptur in Erscheinung. Neue, je nach Situation unterschiedlich angeschlagene Fenster erlauben differenzierte Ein- und Ausblicke. Alle Holzarbeiten sind in Lärchenholz ausgebildet und schaffen einen Kontrast zu den weiss gekalkten Wänden. Als architektonische und soziale Mitte des Hauses wurde ein traditioneller Kachelofen eingebaut.

Ausbauten Triemli 1, Innenausbauten 2017-2020

In unserer Siedlung Triemli haben wir im Erdgeschoss des Langhauses entlang der Birmensdorferstrasse die Erdgeschossausbauten geplant: Ein Kinderhort, eine Kinderkrippe (Kita Kiddi), ein Geschäft für Eislaufbedarf (Dance & Glamour) und eine Quartierküche (Quartierpot) mit Laden.

Siedlung Triemli 1, Ersatzneubau mit 167 Wohnungen, Zürich 2009-2016

Die lockere, über die Jahrzehnte im Triemliquartier gewachsene Bebauungsstruktur wird in verdichteter Form fortgesetzt. Entlang der beiden stark befahrenen Strassen setzen zwei lange Gebäudekörper einen neuen Akzent und schirmen den Hofraum der Siedlung ab. Die unterschiedliche, städtebauliche Wichtigkeit der beiden Strassenräume kommt in verschieden hohen Gebäudekörpern zum Ausdruck. Nach dem Umbau zur Allee wird die Birmensdorferstrasse zur städtischen Achse, die nach entsprechend starken Gebäuden verlangt. Die Hauptschnittstelle zum städtischen Raum liegt an der aufgebrochenen Ecke bei der Kreuzung der beiden Strassen. Von dort gelangt man über eine diagonale Hauptverbindung in einen parkartigen Hofraum. Diese Wegverbindung schafft auch die Beziehung zum Neubau der Genossenschaft Rotach und zur Paul Clairmont-Strasse. Der Hof wird geprägt durch fünf gleichfalls unterschiedlich hohe Punkthäuser, die einerseits Bezug nehmen zur bestehenden, aufgelockerten Bebauung in der unmittelbaren Umgebung. Anderseits sorgt die gestaffelte Anordnung für Transparenz innerhalb der Siedlung und gibt den Wohnungen Aussicht oder zumindest einen grossen Himmelsanteil.

Glarnerstrasse Siebnen, Renovation und Aufstockung eines Wohn- und Geschäftshauses, 2016 - 2018

Das Gebäude aus dem Jahre 1976 befindet sich im Zentrum von Siebnen. Der Bestand mit Wohnungen, Studios (ehemals Hotelzimmer) sowie Verkaufs- und Gastronutzungen im Erdgeschoss soll komplett renoviert werden: Ertüchtigung der Statik (Erdbebensicherheit), neue Haustechnikinstatallationen (Strangsanerungen), Gebäudehülle (Neue Fenster, Storen; neues Dach), Innenrenovation der Wohnungen (inklusive neuer Nasszellen).

Dazu wird das Gebäude mit drei bis vier neuen Attikawohnungen um ein Geschoss aufgestockt. Die Aufstockung erfolgt in Holzbau.

Heinrich, Umbau eines Industriegebäudes in ein Parkhaus auf dem Kunzareal, Windisch, 2014/2017

Ein monumentales Fabrikgebäude aus den 1950er-Jahren soll in ein Parkhaus umgewandelt werden. Dabei wird die Südfassade – bisher eine Brandmauer zu einem abgebrochenen Verbindungsbau – zur neuen Hauptfassade und zur Erschliessungsschicht. Die neue Fassade soll mit ihrer Schlämmung dem Haus eine archaische Kraft geben.

Bundesbriefmuseum Schwyz, Renovation und Umbau 2011 - 2014

Das Bundesbriefarchiv wurde 1936 eröffnet und beherbergt den Bundesbrief von 1291, weitere 15 Bündnisdokumente aus der frühesten Zeit der Eidgenossenschaft sowie eine Anzahl von Schlachtenfahnen.

Beim Umbau ging es darum, das Museum für einen modernen Betrieb zu erweitern, die Ausstellungsgegenstände mit einer zeitgemässen Szenographie neu zu präsentieren und das Gebäude technisch instand zu setzen (Erdbebensicherheit, Behindertengängigkeit, Haustechnik etc.). Das architektonische Hauptelement des Umbaus ist die neue verglaste Eingangshalle mit Cafeteria und Museumsshop. Im Erdgeschoss kommen weiter ein neuer Vortragssaal und ein Raum für Wechselausstellungen hinzu. Daneben wurde das Haus aufgefrischt, teilweise auch in die ursprüngliche Gestalt zurückgebracht.

Geerenacker, Einfamilienhaus, Gockhausen 2011-2013

Spinnerkönig, Wohnüberbauung mit 61 Wohnungen auf dem Kunzareal, Windisch, 2010- 2014

Das ehemalige Textilindustrieareal wird in Etappen und mit verschiedenen Teilprojekten und Projektteams entwickelt. Die alten Fabrikgebäude werden zum Teil umgenutzt und teilweise durch Neubauten ersetzt. Für das Baufeld East-Side, das aus den Baufeldern M2, M3, M4 und einer Sammelgarage besteht, fand ein Architekturwettbewerb statt, den HLS Architekten für sich entscheiden konnten.

In drei Neubauten entstehen Mietwohnungen von verschiedener Grösse und Art. Allen gemeinsam ist die Ausrichtung auf die Flusslandschaft und die ersten Juraausläufer. Die Innenräume spielen mit der Spannung zwischen der Baustruktur und den (flexiblen) Innenausbauten. Durch die Inszenierung der Baustruktur erhalten die Wohnungen einen loftartigen Touch und erweisen der Geschichte des Kunz-Areals so ihre Referenz.

Habsburgstrasse 1, Mehrfamilienhaus, Zürich 2007–2011

Eine Gruppe von kleineren Einzelhäuser sollte an der Ecke Damm-/Habsburgstrasse in Zürich-Wipkingen ersetzt werden. Auf dem Grundstück Habsburgstrasse 1 gehen HLS Architekten 2007 als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervor.
Die Bauherrschaft legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Quartierverträglichkeit und Grundrissvielfalt. HLS schlagen ein vollständiges Holzgebäude mit 13 unterschiedlichen Wohnungen vor. Die Skelett-Grundstruktur erlaubt die freie Unterteilbarkeit der Geschosse. Der Längsschnitt folgt dem Profil der sanft abfallenden Habsburgstrasse, wodurch in praktisch jeder Wohnung überhohe Bereiche entstehen.
Sowohl im Innern wie auch aussen ist der Holzbau verkleidet (Schall-/Brandschutz). Die Grundstruktur bleibt aber erlebbar und trägt neben den Höhenversprüngen zur räumlichen Vielfalt der Wohnungen bei.