Thema: Urbanes Wohnen

Habsburgstrasse 1, Mehrfamilienhaus, Zürich 2007–2011

Eine Gruppe von kleineren Einzelhäuser sollte an der Ecke Damm-/Habsburgstrasse in Zürich-Wipkingen ersetzt werden. Auf dem Grundstück Habsburgstrasse 1 gehen HLS Architekten 2007 als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervor.
Die Bauherrschaft legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Quartierverträglichkeit und Grundrissvielfalt. HLS schlagen ein vollständiges Holzgebäude mit 13 unterschiedlichen Wohnungen vor. Die Skelett-Grundstruktur erlaubt die freie Unterteilbarkeit der Geschosse. Der Längsschnitt folgt dem Profil der sanft abfallenden Habsburgstrasse, wodurch in praktisch jeder Wohnung überhohe Bereiche entstehen.
Sowohl im Innern wie auch aussen ist der Holzbau verkleidet (Schall-/Brandschutz). Die Grundstruktur bleibt aber erlebbar und trägt neben den Höhenversprüngen zur räumlichen Vielfalt der Wohnungen bei.

Studien Hochbauamt Zürich, Bebauungsstudien 2002

Für drei unbebaute Landreserven der Stadt Zürich sollte das Bebauungspotential ermittelt werden.

Kalkbreite, Projektwettbewerb Wohnüberbauung, 2009, 7.Platz

In einem vom Verkehr umbrandeten Geviert zwischen der Badenerstrasse, der der Kalkbreitestrasse und der linksufrigen Seebahn wird eine urbane Grossform vorgschlagen. Von Aussen zeigt sich der Entwurf als  grossmassstäbliche Figur. Durch eine öffentliche Treppe gelangt man auf das Dach der unter dem Hof liegenden Tramhalle in eine Gegenwelt: einen ruhigen, grünen Dschungel.

Die Bewohner gelangen entweder über den Hof und rundum laufenden Laubengängen zu ihren Wohnungen. Oder sie benutzen auf Strassenniveau die Hauseingänge und gelangen mit dem Lift direkt zu ihren Wohngeschossen. Die Laubengänge dienen neben ihrer Funktion als Wohnungserschliessungen verschiedenen Zwecken: sie sind eine horizontal und vertikal verknüpfte Begegnungszone, sie dienen als Filter zum halböffentlichen Hof, im Sommer sind sie Brise-Soleil. Zusammen mit den frei unterteilbaren Geschossen ermöglichen sie grösstmögliche Flexibilität und somit Nachhaltigkeit.

Bäulistrasse, Projektstudie, Zürich 2012

Das schmale und steile Grundstück bei der Fabrik Am Wasser nahe der Limmat wurde von der Stadt Zürich für Baugenossenschaften im Baurecht ausgeschrieben.

HLS haben für die Genossenschaft homelab in diesem Zusammenhang eine Bebauungsstudie und die Bewerbungsbroschüre für die Parzelle erstellt.

Schöneggstrasse 27, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

Kanzleistrasse 72, Mehrfamilienhaus, Zürich 1994–2004

1994 war unsere Analyse des Zürcher Wohnungsmarktes:

Der Wohnungsmarkt befriedigt vorwiegend traditionelle Wohnbedürfnisse, die nur noch zum Teil den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen und Ansprüchen gerecht werden. Konkret treten immer mehr verschiedene Nutzergruppen auf: Singles, Alleinerziehende, Alters-, Studenten-, Therapie-WGs, Grosshaushalte, usw. All diese Mieter oder Käufer müssen in der Regel für Wohnungen, die sie weder wollen noch brauchen können, einen grossen Teil ihres Einkommens auslegen.

Dagegen stand 1994 unsere Vision vom Wohnen:

  • Wir wollen Eigentümer, bzw. langfristige Mieter unseres Wohnraums werden;
  • Wir wollen in einem städtischen Umfeld leben;
  • Wir wollen möglichst viel von unserem Wohnraum selber gestalten;
  • Die Wohnung soll anpassungsfähig sein – an die Anzahl Bewohner, den Ausbaustandard, die Wohnform und vor allem an die finanziellen Möglichkeiten.

Im Zürcher Kreis 4 an der Kanzleistrasse stiessen wir auf ein unternutztes Grundstück, das dem KVZ gehörte. Diese Baulücke sollte nach unseren Vorstellungen mit flexiblen Wohnungen bebaut und maximal ausgenutzt werden.

Im Jahre 2000 wurde die Parzelle und unser Projekt von der Stiftung PWG übernommen. Das Projekt wurde im Februar 2004 fertig gestellt. Dabei wurden drei Grundrisstypen, die auf die Bedürfnisse der PWG zugeschnitten sind, eingebaut. Der flexible Grundtyp bleibt aber im Kern erhalten und lässt in Zukunft verschiedenste Optionen für Umbauten in allen Etagen offen.

Hohlstrasse 149, Wohnhaus in 8004 Zürich 2001/2004

Der Neubau liegt an prominenter Lage am Kopfende des Erismannhofes. Zwei sehr unterschiedliche Seiten prägen die Situation: eine ruhige Süd- und Hofseite einerseits und eine lärmbelastete Nord- und Strassenseite. Beide verfügen sie jedoch über weitläufige einmalige Ausblicke. Diese zwei Seiten fliessen in das Grundrisskonzept ein. Grosse “bildhafte” Fenster rahmen in einer nördlichen Raumschicht den Ausblick über das Gleisfeld, während die südliche Raumschicht mittels französischer Fenster die Sicht über den Hofraum auf den Uetliberg hin öffnet. Eine mittlere Zone nimmt die Nasszellen und das Treppenhaus auf. In einem Grundausbau wird ein offner um die Kerne fliessender und frei unterteilbarer Raum angeboten.
Eine zweigeschossige Eingangshalle unterstreicht das Besondere des Hauses. Ein anschliessendes Mezzaningeschoss kann unterschiedlich genutzt werden (zusätzliche Zimmer, Ateliers, Büros). In den oberen Geschossen liegen je zwei Wohnungen. Eine grosse Dachwohnung schliesst schliesslich das Gebäude ab. Die Parkierung liegt im Erdgeschoss in einer Einstellhalle, die mit dem Hofraum zusammen von der Hausgemeinschaft genutzt werden kann.

Hohlstrasse 163, Wohn- und Geschäftshaus, 8004 Zürich

Die Hohlstrasse ist eine der meistbefahrenen Stadtstrassen Zürichs. Die Lärmbelastung ist beträchtlich. Im Gegensatz dazu ist die Erismannstrasse eine ruhige Quartierstrasse. Die Nachbarschaft wird durch die städtische Siedlung Erismannhof, zahlreiche grosse Genossenschaftshöfe aus der Zwischenkriegszeit und der Casa d‘Italia, dem italienischen Kulturzentrum, gebildet.

Es wird ein Neubau vorgeschlagen, der sich von der lauten Hohlstrasse abwendet und sich gegen den ruhigen Hof öffnet. Dazu wird an der Innenecke die Fassadenabwicklung vergrössert, um für alle Räume eine möglichst optimale Licht- und Belüftungssituation zu schaffen. Alle Räume erhalten so Anstoss an den Hof. Das Erdgeschoss eignet sich als Laden oder Büro. Pro Obergeschoss sind zwei mittelgrosse Wohnungen möglich, im Dachgeschoss Studios oder, in Verbindung mit dem 4. Obergeschoss, Duplexwohnungen.

Aufstockung Langstrasse, Projektstudie 1994

Auf dem Eckgebäude Lang-/Kanzleistrasse besteht eine Ausnützungsreserve, die durch eine Aufstockung realisiert werden soll.

Die bestehende Bausubstanz soll für die Aufstockung möglichst unverändert bleiben. Die Logik der bestehenden Grundrisse wird nach oben weiter geführt. Gestalterisch wird die Aufstockung zu einem neuen, städtischen Mansardendach, das sich als leuchtender Kristall über dem bestehendem Gesimse präsentiert.

Bolleystrasse, Mehrfamilienhaus, 8006 Zürich

Über einem nicht mehr gebrauchten Wasserreservoir der Stadt Zürich sollte ein neues Wohnhaus geplant werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fantastischen Raum des Reservoirs zu erhalten und jede Wohnung daran Teil haben zu lassen sowie jeder Wohnung einen Gartenzugang und die Aussicht von der Dachterrasse auf den Zürichsee zu ermöglichen.
So sind sieben Reihenhauswohnungen entstanden, die auf fünf Geschossen immer aus denselben Modulen bestehen. Je nach Haus sind die Module anders angeordnet und greifen so zu einem kompakten Baukörper ineinander