Thema: Genossenschaftliches Wohnen

Siedlung Hausäcker, Ersatzneubau mit 79 Wohnungen, Zürich 2005–2010

Städtebaulich wird die ortstypische heterogene Bebauungsweise aufgenommen und fortgeführt. Durch Stellung und Formgebung der Gebäude ergeben sich fliessende Aussenräume und können baurechtliche Abstände minimiert werden. Die sich verengende und weitende Bewegung des Aussenraumes erzeugt Spannung und Abwechslung. Zwei Platzräume entstehen, die thematisch verschieden genutzt werden können und die bestehenden Gebäude in die Anlage einbinden. Dem Fussgänger und Bewohner eröffnen sich vielfälltige Sichtachsen und Ausblicke durch die Siedlung hindurch in das Quartier hinaus.

Das Aussenraumkonzept wird auf den Grundriss, respektive den Wohnraum übertragen. Schlafräume, Nasszellen und Treppenhäuser bilden Zimmerpakete, die einen fliessenden Raum fassen, bestehend aus Entree, Küche, Wohnraum und Balkon. Diese Typologie zeigt sich in allen Wohnungsgrundrissen. Durch die Gebäudegeometrien ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungen.

 

Kalkbreite, Projektwettbewerb Wohnüberbauung, 2009, 7.Platz

In einem vom Verkehr umbrandeten Geviert zwischen der Badenerstrasse, der der Kalkbreitestrasse und der linksufrigen Seebahn wird eine urbane Grossform vorgschlagen. Von Aussen zeigt sich der Entwurf als  grossmassstäbliche Figur. Durch eine öffentliche Treppe gelangt man auf das Dach der unter dem Hof liegenden Tramhalle in eine Gegenwelt: einen ruhigen, grünen Dschungel.

Die Bewohner gelangen entweder über den Hof und rundum laufenden Laubengängen zu ihren Wohnungen. Oder sie benutzen auf Strassenniveau die Hauseingänge und gelangen mit dem Lift direkt zu ihren Wohngeschossen. Die Laubengänge dienen neben ihrer Funktion als Wohnungserschliessungen verschiedenen Zwecken: sie sind eine horizontal und vertikal verknüpfte Begegnungszone, sie dienen als Filter zum halböffentlichen Hof, im Sommer sind sie Brise-Soleil. Zusammen mit den frei unterteilbaren Geschossen ermöglichen sie grösstmögliche Flexibilität und somit Nachhaltigkeit.

Bäulistrasse, Projektstudie, Zürich 2012

Das schmale und steile Grundstück bei der Fabrik Am Wasser nahe der Limmat wurde von der Stadt Zürich für Baugenossenschaften im Baurecht ausgeschrieben.

HLS haben für die Genossenschaft homelab in diesem Zusammenhang eine Bebauungsstudie und die Bewerbungsbroschüre für die Parzelle erstellt.

Furttalstrasse, Wettbewerb Wohnsiedlung in Zürich-Affoltern 2007/08, 2.Preis

Städtebau
Unsere Bebauung unternimmt den Versuch in dem heterogenen Umfeld eine eigenständige Figur zu bilden, die sich gleichzeitig auch mit den benachbarten Räumen und Bauten verschränkt. Durch die Gebäudestellung ergibt sich ein fliessender Aussenraum, der sich mal weitet, mal verengt, Übergänge bildet und die charakteristische Durchlässigkeit des Quartiers aufnimmt. So weicht zum Beispiel das Gebäude zur Stadt hin leicht aus der Strassenflucht zurück, reagiert auf den anstossenden städtischen Raum und leitet über in den intimeren Siedlungsraum. Vielfälltige Sichtachsen und Ausblicke eröffnen sich dem Fussgänger und Bewohner.

Eine Abfolge von Plätzen unterschiedlichster Grösse und Lage strukturiert den Siedlungsraum, setzt Schwerpunkte und soll eine grosse Nutzungsvielfallt für die Bewohner und das genossenschaftliche Leben bieten.

Wohnungstypologien
Um den Gedanken der Gartenstadt zu unterstützen und eine grosse Vielfallt an Wohnungen anbieten zu können, werden in den Gartengeschossen Duplexwohnungen vorgeschlagen. 30% aller Wohnungen erhalten dadurch einen eigenen Garten. Darüber liegen die Stockwerke mit Geschosswohnungen in unterschiedlichster Grösse (Planungsflexibilität, respektive Schaltbarkeit der Zimmer).

Auf der Nordseite der Zeilenbauten liegt im Erdgeschoss jeweils eine Nutzungsschicht mit Erschliessung, Velo- und Kinderwagenräumen. Auf der Südseite, der Gartenseite, liegen die Duplexwohnungen, die je nach Lage, mal den Wohnraum im Gartengeschoss, mal, auch aus Gründen des gesetzlichen Lärmschutzes, im Obergeschoss haben. Durch das Herausschieben eines Zimmers aus dem Gebäudekörper erhalten diese Wohnungen im Wohngeschoss eine Terrasse und gleichzeitig wird der Grundriss mit dem Gartenraum verzahnt. Die Idee des Reihenhauses wird verdeutlicht. Die Möglichkeit des Zuganges auf beiden Geschossen erhöht die Nutzungsmöglichkeiten dieser Wohnungen.

Aussenraum
Der Aussenraum bietet Orte unterschiedlicher Nutzungen, Atmosphären und Bezüge. Die Anordnung des Wegesystems erreicht neben effizienter Erschliessung der Adressen eine Markierung dieser Aufenthaltsräume und ihre Verwebung.
Die Vegetation unterstützt die gestalterische Gesamtidee. Grossbäume bilden das räumliche Gerüst für eine vielfältige, gartenstadt-inspirierte Auswahl blühender Sträucher und Hecken. Vier Zeilen von Blauglockenbäumen akzentuieren die gemeinschaftlichen Flächen, Chinesische Birnen fassen die Furttalstrasse.

Sequenz von Gemeinschaftsräumen:
Den Auftakt der Siedlung aus Richtung Furttalstrasse, Wehntalerstrasse, und Tram-/ Bushaltestelle bildet ein baumbeschützter erhobener Bereich, der sich als Treffpunkt und Vorplatz der Atelier- und Gewerberäume anbietet.
Ein Platz im Zentrum, zugleich Durchgangsraum und Aufenthaltsort, verbindet Wohnhäuser, Stadt, Sondernutzungen und Gemeinschaftsraum. Eine aufgeklappte Sitz-kante unter malerischen, mehrstämmigen Trompetenbäumen bildet darin einen intimen Ruhepunkt aus. Ein bodenbündiges Wasserelement belebt den Platz und lässt gleichzeitig Raum für grössere Anlässe.
Die Haupterschliessung wird zur internen Spielstrasse. Eine Erweiterung des Weges am Westrand der Siedlung dient als Kleinkinderspielplatz mit Fallschutz; ein infor-meller Bereich am Südrand zum Grillieren und als Spielplatz für ältere Kinder.

Privatgärten:
Die Eingangsbereiche- und Wege auf der Nordseite der W-O liegenden Zeilen werden durch lineare, fassadenparallele Schnitthecken betont. Hierzu kontrastierend sind die Schnitthecken auf der Südseite als Gärten trennende Elemente quer zu den Häusern angeordnet.
Die Gärten schliessen im Süden mit einer weichen Kante von 1.5-5m hohen und breiten Sträuchern verschiedener Blüten-, Laubfarbe und Wuchsform.

Schöneggstrasse 27, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

Burgmatte, Studienauftrag Wohnüberbauung in Zürich-Riesbach 2001

Zwei skulpturale Baukörper stehen entlang der Schmalseiten des Grundstücks. Die einfache Baustruktur gliedert die Grundrisse in eine Zimmer- und eine Wohn/Essschicht. Später Veränderungen bleiben so möglich. Ein Zimmer pro Wohnung kann direkt vom Treppenhaus erschlossen werden. Die Nasszellen sind zentral an der Grenze zwischen zwei Wohnungen angeordnet. Alle Badezimmer verfügen über natürliche Belichtung und Belüftung. Die Küchen bilden mit den Wohnräumen eine Einheit, können aber auch abgetrennt werden. Die Fassaden sind nicht nach Nutzung differenziert: Ein grosszügiges Bandfenster erstreckt sich vor sämtlichen Räumen und unterstreicht so das räumliche Kontinuum innerhalb der Wohnungen.

Während die drei Obergeschosse und das Dachgeschoss grundsätzlich gleich ausgebildet sind, werden im Erdgeschoss zusätzliche, das Wohnen ergänzende, Nutzungen angeboten: Ateliers, Hobbyräume, Veloräume, Waschküchen, ein Siedlungsbüro und grosszügie Eingänge zu den Treppenhäusern. Der offene Raum unter dem westlichen, geknickten Gebäudekörper schafft zudem den Übergang vom intimeren Hofraum zu einer Vorgartenzone an der August-Forell-Strasse. Auf diese Art und Weise können problematische Erdgeschosswohnungen vermieden und eine städtebaulich befriedigende Lösung des Aussenraums angeboten werden. Die ganze Anlage erhält einen einladenden, eleganten und repräsentativen Charakter.

Hegianwand, Wettbewerb Wohnüberbauung, Zürich 1999, Ankauf

Die Bauherrschaft, eine grosse, traditionsreiche Zürcher Baugenossenschaft, stellte die Aufgabe in nächster Nachbarschaft zu ihren bereits bestehenden Siedlungen, weiteren, innovativen und flexiblen Wohnraum zu erstellen. Das Grundstück liegt leicht erhöht über der Stadt am Fusse des Üetlibergs im genossenschaftlich geprägten Friesenbergquartier. Oberhalb stehen quer zum Hang idyllische Reihenhauszeilen aus den vierziger Jahren mit niedriger Bebauungsdichte, während auf der Talseite zwei Hochhäuser mit Alterswohnungen aus den sechziger Jahren einen starken Kontrast dazu setzen. Unser Projekt versucht sowohl durch seine Volumetrie wie auch mit seinen Aussenräumen einen Übergang zwischen den beiden Nachbarn zu schaffen: Drei abgewinkelte, talwärts ansteigende Baukörper setzen einerseits die Zeilen der Reihenhaussiedlung fort, treten anderseits aber auch als prägnante Einzelbauten in Erscheinung. Die schmalen, durch Privatgärten geprägten, Räume zwischen den Reihenhauszeilen gehen über in eine terrassierte, parkartige Landschaft mit grossen Obstbäumen, um an einer geschwungenen Terrainkante über der Tiefgarrage ihren Abschluss zu finden. Mit der abgewinkelten Form der drei Bautkörper entstehen spannende Aussenräume, es lassen sich sowohl Ost/West- wie auch Nord/Süd-Wohnungen anbieten und alle Wohnungen geniessen die Aussicht Richtung Stadt und über den weiten Horizont. Eine flexible Baustruktur ermöglicht eine grosse Bandbreite an verschiedenen Wohnungstypen. Ihnen allen gemeinsam ist ein grosszügiger Wohnbereich (zum Teil mit offener Küche) der sich von Fassade zu Fassade spannt. Ein wichtiges Thema waren uns die Erschliessung und die die Übergänge von den privaten zu den öffentlichen Räumen: Man gelangt von der Hegianwandstrasse über einen geschwungenen länglichen Platz zu den drei Häusern. Aus der unter dem Platz liegenden Tiefgarage gelangt man über helle Aufgänge zu den Enden der drei Häuser. Breite Laubengänge auf der attraktiven Süd- und Ostseite der Gebäude führen zu den einzelnen, natürlich belichteten Treppenhäusern. Direkt an den Laubengängen bilden unterschiedlich nutzbare Ateliers eine ergänzung zu den unterschiedlich grossen Wohnungen.