Thema: Geschäftshaus

Zentrum Hombrechtikon, Studienwettbewerb 2018, 1. Preis

Hombrechtikon soll ein neues Zentrum erhalten. Statt am Dorfrand an einer Verkehrsdrehscheibe soll der neue Migros, ein Volg mit Tankstelle und andere Läden mitten im Zentrum neu gebaut werden und dabei die bereits bestehenden Läden und Restaurants ergänzen und stärken. Ein Angebot von fünfzig neuen Wohnungen soll das Zentrum zusätzlich beleben.

Hunzikerei, Wohn- und Gewerbeüberbauung, 2018

Die Bauherrin möchte ihren traditionsreichen Malerbetrieb in neuen Räumlichkeiten unterbringen und gleichzeitig ihre Grundstücke im Langstrassenquartier Zürichs mit Wohnungen verdichten.

Verlangt war eine Blockrandbebauung mit Gewerbe im Erd- und Untergeschoss (das erlaubte Maximum) und modernen Stadtwohnungen in den Obergeschossen. Der Hof soll weitgehend als Umschlagplatz für den Malerbetrieb dienen. Die Gewerbegeschosse sollen möglichst flexibel nutz- und veränderbar sein. Die Anforderungen an die „Quartiererhaltungszone“, die Gründerzeitquartiere Zürichs schützen und weiter entwickeln will, müssen erfüllt werden.

Unser Vorschlag baut auf einem Holzskelett auf, das auch in den Wohngeschossen eine Vielfalt von kompakten Wohnungen erlaubt. Der Bandraster erlaubt trotz seiner Strenge verschieden breite Zimmer und eine grosse Vielfalt an Raumkonstellationen.
Die Holzkonstruktion wird an der Strassenfassade ebenfalls thematisiert und durch eine polychrome Farbgestaltung angereichert. Es handelt sich so um den Versuch die Gründerzeitarchitektur der Umgebung auf differenzierte und durchaus üppige Art und Weise weiterzuentwickeln. Sowohl der tektonische Aufbau wie auch die Bildsprache werden Aufgenommen.

Stampfenbachstrasse, Studie Umbau und Sanierung 2018

Das repräsentative Stadthaus aus dem Jahre 1900 enthält Gastronomie im Erdgeschoss, darüber drei Bürogeschosse und bis und mit Dachräume zwei Wohngeschosse. Das Haus soll aussen wie innen total renoviert werden. Die Dachräume können zusätzlich mit Wohnungen ausgebaut werden. Denkmalpflegerische Aspekte spielen eine wichtige Rolle.

Glarnerstrasse Siebnen, Renovation und Aufstockung eines Wohn- und Geschäftshauses, 2016 - 2018

Das Gebäude aus dem Jahre 1976 befindet sich im Zentrum von Siebnen. Der Bestand mit Wohnungen, Studios (ehemals Hotelzimmer) sowie Verkaufs- und Gastronutzungen im Erdgeschoss soll komplett renoviert werden: Ertüchtigung der Statik (Erdbebensicherheit), neue Haustechnikinstatallationen (Strangsanerungen), Gebäudehülle (Neue Fenster, Storen; neues Dach), Innenrenovation der Wohnungen (inklusive neuer Nasszellen).

Dazu wird das Gebäude mit drei bis vier neuen Attikawohnungen um ein Geschoss aufgestockt. Die Aufstockung erfolgt in Holzbau.

Bankstrasse Uster, Neubau Wohn- und Geschäftshaus 2015

Am Bahnhofslatz von User sollen zwei Altbauten durch ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden. Die hybride Nutzung auf engstem Raum ist komplex: Im Untergeschoss wird die Tiefgarage der Nachbarüberbauung erweitert, im Erdgeschoss sollen sich Läden und Gastronomie einmieten, darüber zwei Büro- und drei Wohngeschosse. Die Ausnutzung soll maximiert werden.

Der Entwurf reagiert auf die heterogene und im Gewerbebereich noch offene Nutzung mit einer neutralen Struktur, die auf den Geschossen verschieden bespielt werden kann und den Innenräumen einen starken architektonischen Ausdruck verleiht.
Die strukturelle Ordnung wird auch zum Fassadenthema. Der tektonische Ausdruck verweist auf die Konstruktion des Gebäudes und schafft eine formale Verbindung zur klassizistischen, unter Schutz stehenden, Nachbarliegenschaft.

Südbahnhof Hannover, Wettbewerb 2014

Es ist das Ziel der Stadt und der Ausloberin, die Blockrandstruktur auf dem Perimeter westlich der Grossen Düwelstrasse weiter zu entwickeln. Neue Anforderungen wie der Lärmschutz und die hohe Dichte, die eine erhebliche Verdichtung auch des Innern des Blocks erzwingt, machen das Vorhaben ambivalent und stellen die Frage nach der Grösse und Definition des Blockrandes gegenüber seinem Innenraum.  Im vorliegenden Projekt wird der neue, dreieckige Block als Perimeter zwischen der Grossen Düwel-, der Anna-Zammert- und der Strasse Am Südbahnhof verstanden. Während die Gebäude entlang der beiden Strassen durch ihre Position unmittelbar am Gehsteig und ihre Fassadengestaltung einen klassischen Strassenraum bilden, der an der Spitze im siebengeschossigen Bürohaus kulminiert, muss der Gassenraum über eine Lücke im Blockrand betreten (oder befahren) werden, ist räumlich gegliedert und bietet Durchblicke in die angrenzenden privaten Höfe und Gärten. Diese städtebauliche Konfiguration wird sich durch zukünftige Ersatzbauten östlich der Grossen Düwelstrasse weiter verfestigen.

Oberer Graben, Projektwettbewerb Verwaltungszentrum in St. Gallen 2003

Die Aufgabe bestand darin, die bestehenden Altbauten des St. Gallischen Strassenverkehrsamtes durch zwei Neubauten zu vergrössern und zu modernisieren.

Das Projekt von HLS schafft ein neues Rückgrat, das teilweise in die Altbauten eingreifft. Treppenhäuser und Nasszellen werden so vollständig erneuert. An der Frongartenstrasse entsteht eine repräsentative Publikumszone. Die Fassaden nehmen das Thema der steinernen Verwaltungsgebäude der Jahrhundertwende auf.

Müller Martini Areal, Vorprojekt 2001

Das Müller-Martini-Areal liegt an einer städtebaulichen Bruchstelle, die einerseits durch das Bahnviadukt nach Wipkingen, anderseits durch die Hardstrasse gebildet wird. In diesem Gebiet finden sich Versatzstücke sowohl des vorderen Kreis 5 mit seiner Hofrandstruktur als auch dem industriellen hinteren Kreis 5.

Am Bahnviadukt wechselt die Baustruktur vom klassischen (an dieser Stelle vor allem genossenschaftlichen) Blockrand zu einer grossmassstäblicheren Industriearchitektur. Die Neuplanungen auf den Industriearealen (Steinfels, Escher-Wyss, Maag, Schöller, Hardturm-Stadion) orientieren sich fast ausnahmslos an dieser gröberen Struktur. Die Volumetrie der Gebäudekörper ist heterogen, eine einheitliche Traufhöhe existiert nicht: Man findet Hochhäuser, “Wolkenbügel” und achtgeschossige (Arealüberbauungs-)Volumen neben “normalen” sechsgeschossigen Häusern.

Rund um das Müller-Martini-Areal findet sich eine Anhäufung von grossen Baukörpern: Richtung Stadtzentrum der monumentale Bahnviadukt, im Süden der Komplex der Kehrrichtverbrennungsanlage und stadtauswärts die neue Überbauung West-Side mit ihren bis zu dreissig Meter hohen Gebäuden. In Zukunft werden noch (wohl ebenfalls grossmassstäbliche) Schulgebäude der Stadt und des Kantons dazukommen; eine doppelte Dreifachturnhalle ist Teil des Planungsprozesses auf dem Müller-Martini-Areal.

 

Diese Nachbarschaft hat zum Entscheid geführt, die Neuüberbauung des Müller-Martini-Areals der gröberen Masstäblichkeit der Industrien und der neuen Planungen anzupassen. Der Übergang vom Kreis 5 der Blockränder zum “neuen” Kreis 5 soll dabei durch eine Dreiergruppe von vierzig Meter hohen Häusern noch akzentuiert werden. Diese Hochhäuser reihen sich ein in einen Kranz von bereits bestehenden, ähnlich hohen Gebäuden entlang des Bahnviadukts. (Silos der Swissmill, Wohnhaus Otto-/Röntgenstrasse, Kehrrichtverbrennungsanlage, Wohnhäuser zwischen Neu-Gasse und Gleisfeld).

 

Die alte Halle von 1920 bestimmt die Anordnung der neuen Gebäudekörper auf dem Areal wesentlich. Auf insgesamt vier Baufeldern gruppieren sich, zueinander in einem Spannungsverhältnis stehende, autonome Gebäudekörper. Die vier Häuser können in Etappen realisiert werden und auch später einzeln bewirtschaft (und somit verkauft) werden.

An der Josefstrasse schirmt ein längs zur Strasse stehendes Bürohaus die restliche Überbauung vor den Immissionen der Verbrennungsanlage ab. Die restlichen Gebäude stehen quer zu den Quartierachsen Heinrich- und Josefstrasse und ermöglichen so eine optimale (Ost/West-) Orientierung der Wohnungen. Damit wird auch ein Hauptmerkmal der ortsüblichen Strassenstruktur aufgenommen: Stichstrassen, die im rechten Winkel von den Hauptachsen wegführen, schaffen immer wieder überraschende Bezüge in die Tiefe der Grundstücke. Durch diese Öffnung des Areals, die vor allem an der Heinrichstrasse durch eine rhythmische Anordnung der Gebäude zusätzlich inszeniert wird, wird die alte Halle freigespielt und als (halb-)öffentlicher Ort so erst brauchbar. Die arealinternen Aussenräume sollen einladend sein und Offenheit signalisieren; sie unterscheiden sich aber gegenüber den Strassenräumen durch ihre intimere Ausgestaltung und durch deutlich andere Raumproportionen. Dieser Unterschied wird durch die angrenzende Erdgeschoss-Nutzung unterstrichen: Direkt an der Heinrichstrasse sowie an den Kopfenden (und im Inneren) der alten Halle sind Läden, Restaurants oder Clubs denkbar, entlang der Gassen zwischen Heinrich- und Josefstrasse besteht Raum für Ateliers, Hobbyräume (als Ergänzung zur Wohnnutzung) und kleinere Büros. Auch die Wohnungen werden – im Gegensatz zu den Büros, die direkt von den umliegenden Strassen erschlossen werden – über grosszügige Entrées von diesem Hofraum erschlossen.

Die Volumetrie der Gebäude wird auf drei Höhen gestaffelt: Ein zwei- bis dreigeschossiger Sockel nimmt Bezug auf die Halle, umliegende Hinterhofgebäude und das Sockelgebäude im angrenzenden West-Side; Die länglichen Gebäudekörper A, C und E sind zwischen zwanzig und 25 Meter hoch; daraus ragen die drei vierzig Meter hohen Türme empor.

Roggenstrasse Zürich, Aufstockung und Verdichtung eines Industriegebäudes 1995

Das zweigeschossige Gebäude an der Roggenstrasse 5 bietet ein grosses Verdichtungspotential. Vorgeschlagen wird, das bestehende Gebäude als Schulhaus für die angrenzende Gewerbeschule weiter zu nutzen. Die darüber liegende Aufstockung soll als Holzskelettbau erstellt werden und kann flexibel mit Büros oder Wohnungen ausgebaut werden. Zusammen mit einem seitlichen Wohnneubau entsteht ein quartiertypisches, vielfältiges Gebäudekonglomerat.

Hardbrücke