Thema: Eigenheim

Bolleystrasse, Mehrfamilienhaus, 8006 Zürich

Über einem nicht mehr gebrauchten Wasserreservoir der Stadt Zürich sollte ein neues Wohnhaus geplant werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fantastischen Raum des Reservoirs zu erhalten und jede Wohnung daran Teil haben zu lassen sowie jeder Wohnung einen Gartenzugang und die Aussicht von der Dachterrasse auf den Zürichsee zu ermöglichen.
So sind sieben Reihenhauswohnungen entstanden, die auf fünf Geschossen immer aus denselben Modulen bestehen. Je nach Haus sind die Module anders angeordnet und greifen so zu einem kompakten Baukörper ineinander

Neumünsterallee, Stadtvilla an der Neumünsterallee 18 in 8008 Zürich 1997/1998

Die Parzellen links und rechts der idyllischen Neumünsterallee müssen als Teil eines grösseren Villen-Gebiets gesehen werden, das sich insbesondere Richtung See weit über die Zollikerstrasse hinaus erstreckt und dort bedeutende Denkmäler wie die Villa Bleuler oder den Seeburgpark miteinschliesst. Es bietet sich über die Grundstücksgrenzen hinweg der Eindruck einer zusammenhängenden Parklandschaft mit – mehr oder weniger – herrschaftlichen Stadtvillen.

Das Grundstück Neumünsterallee 12/14 gehört in dieser Umgebung zu den grösseren Parzellen, so dass sich zwischen dem Haus 12 und dem Nachbarn Nummer 16 in der Abfolge der Häuser entlang der Allee eine Lücke auftut, die heute durch ein Garagengebäude und einen Gemüsegarten eingenommen wird. Der Gemüsegarten mit der Remise bildet ein Plateau, das vorne gegen den Park durch ein Mäuerchen, gegen die Villa durch eine Hecke und einen Geländesprung begrenzt wird.

Mit dem auf diesem Plateau geplanten Gebäude wird die Reihe der Villen an der Neumünsterallee ergänzt. Wir haben versucht, die für uns zentralsten Elemente der bestehenden städtebaulichen Struktur in unser Projekt einfliessen zu lassen, so die Position der Häuser unmittelbar auf der Baulinie entlang der Neumünsterallee, ein gegliederter, skulpturaler Baukörper und der seitlich angeordnete Zugang zum Haus über eine gekieste Vorfahrt. Anders als unsere Vorfahren um die Jahrhundertwende mussten (oder durften) wir uns mit einer bereits gewachsenen Parklandschaft auseinandersetzen. Ein wichtiger Aspekt während des Entwurfs war deshalb der Bezug zur bestehenden Bepflanzung des Gartens, insbesondere zu der sehr dominanten Hängebuche genau vor dem Neubau. Alle Wohnungen spielen mit diesem Baum, indem sie Ausblicke sowohl in die Gartenräume links wie rechts von der Buche lenken oder gar unter ihr hindurch wie in der Erdgeschosswohnung. Auch die von der Neumünsterallee zur Zollikerstrasse sanft abfallende Topografie floss in unser Projekt mit ein. Anders als etwa bei der Villa Stockar (Neumünsterallee 12), die durch einen mächtigen Sockel und einen Kiesstreiffen sich klar vom Garten abhebt, passt sich unser Projekt insbesondere im Schnitt dem Terrain an und versucht so auch im Inneren die Parklandschaft spürbar zu machen. Von ihren klassizistischen Nachbarhäusern unterscheidet sich unsere Villa auch durch ihre fliessende innere Raumaufteilung. Die Wohnungen entwickeln sich nicht in erster Linie um einen Zentralraum, sondern sind in Raumschichten gedacht, die sich sowohl gegen den Garten immer weiter öffnen – durch zunehmende Raumhöhen wie auch durch grössere und zahlreichere Fenster – wie auch im Innern Durchblicke und Bezüge herstellen.

Ilgenstrasse, Projektstudie, Zürich 1996

Studie für einen Ersatzneubau in Zürich-Hottingen. Es sollen grössere Wohnungen im gehobenen Standard realisiert werden. Die Räume sollen im Rohbauzustand angeboten werden; dem späteren Käufer bleiben im Innenausbau grosse Freiheiten.

Doppel-Einfamilienhaus Muri AG, 1996

Es ging darum, ein Doppelhaus zu entwerfen, dass beiden Parteien gerecht wird, obwohl die beiden Parzellen von sehr unterschiedlicher Ausrichtung und Qualität sind.
Durch die Gasse zwischen den beiden Hausteilen und den gegen Süden sich öffnenden Pultdächern entstehen spannende Ausssenräume, erlebnisreiche Hauszugänge und eine befriedigende Besonnung auch des nördlichen Hausteils. Der mehrheitlich im Hang liegende Sockel enthält die Kellerräume und Garagen, darüber liegen pavillonartig die beiden Hausteile, die als Holzleichtbauten ausgeführt wurden. In den Erdgeschossen sind die Schlafzimmer angeordnet, die grosszügigen Wohnräume mit Terrassen liegen oben und werden durch eine Küchenskulptur in einen Wohn- und einen Essbereich gegliedert.