Thema: Arealüberbauung

Siedlung Triemli 1, Ersatzneubau mit 167 Wohnungen, Zürich 2009-2016

Die lockere, über die Jahrzehnte im Triemliquartier gewachsene Bebauungsstruktur wird in verdichteter Form fortgesetzt. Entlang der beiden stark befahrenen Strassen setzen zwei lange Gebäudekörper einen neuen Akzent und schirmen den Hofraum der Siedlung ab. Die unterschiedliche, städtebauliche Wichtigkeit der beiden Strassenräume kommt in verschieden hohen Gebäudekörpern zum Ausdruck. Nach dem Umbau zur Allee wird die Birmensdorferstrasse zur städtischen Achse, die nach entsprechend starken Gebäuden verlangt. Die Hauptschnittstelle zum städtischen Raum liegt an der aufgebrochenen Ecke bei der Kreuzung der beiden Strassen. Von dort gelangt man über eine diagonale Hauptverbindung in einen parkartigen Hofraum. Diese Wegverbindung schafft auch die Beziehung zum Neubau der Genossenschaft Rotach und zur Paul Clairmont-Strasse. Der Hof wird geprägt durch fünf gleichfalls unterschiedlich hohe Punkthäuser, die einerseits Bezug nehmen zur bestehenden, aufgelockerten Bebauung in der unmittelbaren Umgebung. Anderseits sorgt die gestaffelte Anordnung für Transparenz innerhalb der Siedlung und gibt den Wohnungen Aussicht oder zumindest einen grossen Himmelsanteil.

Tüfwis, Studienauftrag Ersatzneubau mit 156 Wohnungen, Winkel/ZH

In Winkel soll eine Wohnsiedlung aus den sechziger Jahren teilweise ersetzt werden.

Die vier neuen Wohngebäude und die Schule bilden zusammen mit dem bestehenden Block A ein Netz von fliessenden Räumen. Sowohl innerhalb des Perimeters wie auch gegen die Nachbarbebauung entsteht eine Vielfalt von Durchblicken und räumlichen Bezügen. Das Terrain fällt gleichmässig von Ost nach West, dadurch wird die Kontinuität zwischen den Häusern wie auch zur offenen Landschaft im Süden unterstrichen.

Der strukturelle Entwurfsansatz der bestehenden Überbauung wird aufgennommen: Die Häuser entstehen durch die serielle, gestaffelte Anordnung der Wohneinheiten. Je nach Ausrichtung entstehen Ost/West-, Nord/Süd- oder Kopftypen. Das Layout bringt eine grosse Freiheit bei der Weiterbearbeitung der Wohnungen und erlaubt es, die Sondernutzungen Krippe und Pflegewohnen flexibel zu integrieren.

Manegg Mitte, Studienauftrag 2015

WOHNEN AN DEN SIHLAUEN

Unsere Überbauung nimmt die vorhandene und zukünftige Maßstäblichkeit der Nachbargebäude auf und wird, als Ort mit eigener Atmosphäre, Teil des neuen Quartiers. Drei Häuser bilden ein städtebauliches Ensemble, das in der Auenlandschaft einen weiten, grosszügigen Hofraum ausspart, an dem alle Wohnungen Anteil haben. Das bestehende GDZ Gebäude fügt sich dabei auf selbstverständliche Art und Weise in diese Figur. Das BEP Gebäude orientiert sich auf den ruhigen Hofraum und schliesst diesen zur Strasse hin ab. Das Steiner Haus schliesslich, knickt im Süden leicht aus und ermöglicht so im Norden und Süden eine Öffnung des Aussenraumes zu den benachbarten Grundstücken hin. Auf der Flussseite erfährt der Auenraum durch diesen Knick eine Ausweitung. Ein Wegnetz durchzieht den Hofraum und bindet diesen an den Flussraum, an die seitlichen Stichstrassen und über die Hauptstrasse an die S- Bahn Station an. Dieses Wegnetz schafft, zusammen mit der Landschaftsgestaltung, eine Verbindung zwischen den beteiligten Bauherrschaften, wobei sich Teile der Aussenräume klar den jeweiligen Bauträgern zuordnen lassen. Die Tiefgarage wird seitlich und diskret über eine Einfahrt im GDZ Gebäude erschlossen.

Das langgezogene Gebäude (Steiner AG) bietet allen Wohnungen einen weiten, gleichwertigen Ausblick in den Flussraum und auf der anderen Seite in den Hofraum. Im Erdgeschoss führt die Erschliessung hofseitig entlang den Nebenräumen zu den zweigeschossigen Eingängen. Auf der Flussseite finden sich die Duplexwohnungen, die im ersten Obergeschoss wiederum an beiden Aussenräumen Anteil haben. Die Geschosswohnungen spannen sich zwischen den beidseitigen Balkonen auf und zeichnen sich durch einen fliessenden Innenraum aus, der interessante räumliche Bezüge über die gesamte Tiefe des Grundrisses zulässt und je nach Bewohnerschaft verschieden interpretiert (geplant) werden kann. Das Gebäude zeichnet sich im Innern durch eine sehr einfache, sich wiederholende, Baustruktur aus, die im Äussern von einem umlaufenden und gewellten Brüstungsband gefasst wird. Mit wenigen wiederkehrenden Bauteilen wird eine Fassade mit starkem Ausdruck und angenehmer Ausstrahlung gesucht.

Die BEP Wohnungen orientieren sich alle auf den ruhigen Hofraum. Durch die auenartige Gestaltung dieses Aussenraumes haben sie indirekt Anteil am Flussraum. Die Erschliessung des Gebäudes erfolgt strassenseitig, wobei die Treppenhäuser auch am Hofraum angeschlossen sind. Im Erdgeschoss finden sich die Gewerbe-, Atelier- und Nebenräume, die eine flexible Einteilung zulassen. Im Durchgang zwischen BEP- und GDZ- Gebäude und im Übergang zum Quartier befindet sich der Gemeinschaftsraum. Die BEP Wohnungen sind kompakt geschnitten und achten auf eine gute Möblierbarkeit. Zwischen den Individualzimmern spannt sich der Hauptraum mit Küche und Wohnzimmer von Fassade zu Fassade auf. Dieser Raum wird durch Verengungen und Weitungen räumlich gegliedert. Die eingeschobenen Balkone ergeben auch in den kleinsten Grundrissen interessante räumliche Beziehungen. Auch dieses Gebäude weist eine einfache Baustruktur auf, die von einem Brüstungsband zusammengehalten wird. Dieses Band verläuft jedoch, in Unterscheidung zu dem Steiner Gebäude, ohne Wellenbewegung um das Gebäude, hält aber die beiden Gebäude über den Hofraum hinweg zusammen.

Geistlich-Areal, Schlieren Baufeld B2.1, Studienauftrag 2014

An der Brandstrasse präsentiert sich das Haus als ein über einem klassischen Betonsockel gestappelter Körper, der sich mit seinen Terrassen, Veranden und Balkone Richtung Park immer mehr mit der urbanen Natur verzahnt. Jede Fassade erhält durch Vor- und Rücksprünge eine eigene reliefartige Qualität – stärker gegen den Park und den Hof, subtiler gegen die Brandstrasse, wo die Fassade in flachem Winkel und durch zwei Reihen Alleebäume gefiltert wahrgenommen wird. Der helle Backstein zusammen mit dem Beton erinnert an die industrielle Geschichte des Ortes. Er verschafft dem massiven Haus aber auch eine menschliche Masstäblichkeit und eine wohltuende Handwerklichkeit.

Die Bewohner gelangen über eine einzige Adresse in Form eines monumentalen Zugangs, der zum zentralen Hof führt, zu ihren Wohnungen und Ateliers. Der Hof ist nicht nur Erschliessungszone sondern Visitenkarte, Brenn- und Treffpunkt sowie der ruhigere Gegenpart zum öffentlichen Rietpark. Er ist auf den ersten zwei Geschossen allseitig gefasst, ab dem zweiten Obergeschoss öffnet er sich gegen Süden und wirkt dadurch hell und offen.

Die Gewerberäume schaffen entlang der Brandstrasse und entlang dem östlichen Durchgang zum Rietpark eine urbane Öffentlichkeit. Je nach interner Organisation und Nutzung werden sie direkt von der Strasse oder aber aber auch über den Hof erschlossen – etwa als Büro-/Atelier-Ergänzungen zu den Wohnungen. Durch die grossen zusammenhängenden, auf einer Ebene liegenden, Räume sind alle möglichen Formen und Grössen von Gewerbe denkbar.

Der grossen Vielfalt an Wohnungstypologien gemeinsam ist ihr direkter Bezug über einen Balkon oder über eine Loggia zum Park und zur Sonne. Der grösste Teil der Wohnungen ist zweiseitig orientiert. Bei allen Wohnungen bildet ein Wohn-/Essraum mit Küche das Zentrum. In den Best-Ager-Wohnungen lässt sich der Wohnraum über eine Schiebetüre zu einer fliessenden Wohnlandschaft erweitern. Bei den Familienwohungen kann ein Zimmer über eine ansonsten abschliessbare Doppelflügeltür mit dem Wohnbereich verbunden werden und innerhalb der Wohnung ein zusätzlicher Querbezug geschaffen werden. Neben den Standardflats verfügt das Haus über rund zehn Prozent spezielle Wohnungen: Auf der Südseite des Hofs wechselt sich im ersten und zweiten Geschoss ein Hoftyp mit einem Maisonnettetyp ab. Im Erdgeschoss entlang des Parks werden Atelierwohnungen angeboten; sie werden vom öffentlichen Park durch eine Loggia getrennt; hofseitig sorgt eine sich gegen die Fassade verdichtende Bepflanzung über die nötige Privatheit.

Wohnsiedlung Obsthaldenstrasse, Wettbewerb 2014

Zwei ungleiche Welten prägen die Situation des Perimeters: die Welt des grünen Hanges und die Welt der grossen Strasse. Unser Entwurf geht auf diese Gegebenheit ein und versucht die zwei Seiten miteinander zu verknüpfen. Die Situation entwickelt sich für uns zunächst einmal aus dem Hang heraus: Wir schlagen drei Gebäudekörper vor, die, leicht aufgefächert, grosszügige Zwischenräume entstehen lassen. Die Häuser sind terrassiert und rhythmisieren mit ihren vorspringenden und zurückweichenden Fassaden den Aussenraum und nehmen dabei die Körnigkeit der benachbarten Bauten oberhalb des Geländes auf. Die Abtreppung, zusammen mit der Weite zwischen den Häusern, ermöglicht allen Wohnungen einen grosszügigen Ausblick über das Glatttal und durch den hohen Himmelsanteil und den tiefen Horizont eine – trotz Nordhang – optimale Besonnung. Die Häuser entlang der Wehntalerstrasse schaffen einen Übergang zwischen der Strassen- und der Hangwelt. Markante Sockelgeschosse treten strassenseitig in Erscheinung und bilden mit der entsprechenden öffentlichen, quartierbezogenen Nutzung eine klare Front. Auf den Sockeln stehen Häuser, die volumetrisch kräftiger in Erscheinung treten, aber durch ihren Ausdruck die Sprache der Hanghäuser bis an die Strasse führen. Zwischen diesen beiden Welten liegt verbindend die Obsthaldenstrasse. Eine Abfolge von verschieden genutzter Aussenräume reiht sich entlang dieser Strasse auf. Durch Aufweitungen und Verengungen wird der Raum entlang der Strasse gegliedert, es können die unterschiedlichsten Funktionen aufgenommen und miteinander verbunden werden. Auf dieser Ebene wird auch das Schulhaus, durch neue Wege und dem verknüpfenden Kindergarten-Aussenraum, an den Perimeter angebunden.

Schwamendinger Dreieck, Wettbewerb 2014

Unterschiedliche, sich in Höhe und Grösse gleichende Gebäudekörper wechseln sich ab und stricken gleichsam das typische Schwamendinger Bebauungsmuster weiter. Die Baukörper bilden in sich ein Ensemble und nehmen die Körnigkeit der Nachbarbauten auf. Anordnung und Form der Gebäude bilden differenzierte Aussenräume, die unterschiedliche Funktionen übernehmen und vielfältige Aufenthaltsqualitäten aufweisen. So entsteht zwischen den Neubauten eine Abfolge von Erschliessungsgassen und grünen Innenhöfen.  Die Höhenstaffelung der Gebäude rhythmisiert die Anlage und dient der guten Besonnung der Hofräume und der Wohnungen. Zusätzlich wird die leichte Hanglage ausgenutzt um einem grossen Teil der Wohnungen grosszügige Aussichten und Weitblicke über das Glatttal zu ermöglichen. Die Anordnung der Häuser erlaubt vielfälltige Sichtbezüge von Gasse zu Gasse, quer zur Hangrichtung, knüpft an das bestehende Fusswegnetz der Nachbarschaft an und führt es weiter. Entlang der Dübendorfstrasse wird der Strassenraum durch unterschiedlich hohe Gebäudevolumen gegliedert.

Der Gassenraum dient der Erschliessung und somit dem gemeinschaftlichen Zusammenleben. Die räumliche Gliederung der Gassenbereiche erfolgt durch erhöhte Vorbereiche und eingefasste Grüninseln mit Blütengehölzen, die gleichzeitig als Sitzmöglichkeit dienen. Es entstehen Orte der Begegnung, des Gesprächs und für gemeinsame Anlässe. Die Hartbelagsflächen laden zum freien Spielen ein (Fahren, Malen, Hüpfspiele). Die erhöhten Vorbereiche bilden einen differenzierten Übergang zu den Wohnungen im Hochparterre und bilden Vorzonen zu den Hauszugängen. Die Gassen verbinden die Dübendorf- und die Altwiesenstrasse und sind generell frei vom motorisierten Verkehr.

Zwischen den einzelnen Gassen spannen sich zurückhaltend gestaltete und durchgrünte Hofbereiche auf, welche teilweise auch zwischen den neuen Baukörpern hindurchreichen. Diese Hofräume werden von einer umlaufenden Balkonschicht gesäumt, die die Wohnungen mit dem Grünraum verzahnen. Die mit grossen, einheimischen Bäumen bepflanzten Wiesenflächen (extensive Blumenwiesen, Spielwiesen) bieten Rückzugsmöglichkeiten und werden quer zum Hang von einem pfadartigen Wegesystem (Kiesbelag) mit Aufweitungen durchzogen. Dazwischen sind freie Spielbereiche vorgesehen, die den Bedürfnissen entsprechend ausgestattet werden können (z.B. Kleinkinderanlagen, Klettern, Balancieren, Schaukeln).

Südbahnhof Hannover, Wettbewerb 2014

Es ist das Ziel der Stadt und der Ausloberin, die Blockrandstruktur auf dem Perimeter westlich der Grossen Düwelstrasse weiter zu entwickeln. Neue Anforderungen wie der Lärmschutz und die hohe Dichte, die eine erhebliche Verdichtung auch des Innern des Blocks erzwingt, machen das Vorhaben ambivalent und stellen die Frage nach der Grösse und Definition des Blockrandes gegenüber seinem Innenraum.  Im vorliegenden Projekt wird der neue, dreieckige Block als Perimeter zwischen der Grossen Düwel-, der Anna-Zammert- und der Strasse Am Südbahnhof verstanden. Während die Gebäude entlang der beiden Strassen durch ihre Position unmittelbar am Gehsteig und ihre Fassadengestaltung einen klassischen Strassenraum bilden, der an der Spitze im siebengeschossigen Bürohaus kulminiert, muss der Gassenraum über eine Lücke im Blockrand betreten (oder befahren) werden, ist räumlich gegliedert und bietet Durchblicke in die angrenzenden privaten Höfe und Gärten. Diese städtebauliche Konfiguration wird sich durch zukünftige Ersatzbauten östlich der Grossen Düwelstrasse weiter verfestigen.

Sue & Till, Studienwettbewerb, Winterthur 2013

Hohl-/Freihofstrasse, Gesamtleistungswettbewerb auf Einladung, Zürich 2013

Auf dem Geviert spannen zwei markante Gebäude einen grossen Hof auf. Die Erschliessung des Hofs erfolgt über einen Haupteingang von der Hohlstrasse und einen Nebeneingang von der Freihofstrasse. Die Siedlung bekommt an der in Zukunft noch wichtigeren Hohlstrasse eine prominente Adresse.
Das Innere der Gebäude lebt von der Spannung zwischen tragenden Wandscheiben und Leichtbauwänden. Durch die leicht zurück versetzte Lage des Hauptgebäudes können die Balkone und Wohnzimmer trotz Strassenlärm gegen die Sonne ausgerichtet werden.

Limmatfeld, Studienwettbewerb, Dietikon 2013

Innerhalb eines Gestaltungsplanes werden die einzelnen Baufelder eines ehemaligen Industrieareales in Dietikon bebaut. Für zwei der Baufelder, die an einem Kanal liegen, haben sich zwei Bauherrschaften zusammengetan mit dem Ziel, ein über die Parzellengrenzen und Strassen hinweg reichendes bauliches Ensemble zu erhalten, dass sich zu einem räumlich Ganzen verbinden soll.

Wir schlagen eine städtebauliche Figur vor, die, durch alternierende Aussenräume, den Wunsch der Bauherrschaften umzusetzen versucht und die Baufelder untereinander verbindet und sie zugleich zum Flussraum hin öffnet. Unterschiedliche Aussenräume mit unterschiedlichen Graden an Öffentlichkeit entstehen: ein Platzraum als Schwerpunkt der Überbauung, ein Spielfeld und als Erweiterung der Uferpromenade ein Parkraum.

Um möglichst grosszügige Hauszwischenräume, respektive Aussenräume zu erhalten, haben wir die maximale Gebäudetiefe von 18 Mertern, die der Gestaltungsplan erlaubt, ausgeschöpft. So weisen die Wohnungen in der Gebäudemitte jeweils einen Raum über die gesamte Haustiefe auf. Merkmal dieses Raumes sind die seitlich vor- und zurückspringende Wände, die den langen Raum rhythmisieren und gliedern. Nischen und Eingänge entstehen. Hellere und intimere Bereiche wechseln sich ab, wobei der tiefe Raum auf den Balkon hinaus noch verlängert und mit dem Aussenraum verknüpft wird. Der Balkon ist zum Wohnraum seitlich versetzt, damit der Blick aus dem Wohnzimmer am Balkon vorbei geht und gleichzeitig die Verschattung der Fassade minimiert wird.