Kategorie: Wettbewerbe

Am Glattbogen, Studienauftrag in Zürich Schwamendingen 2011

Kontext
Drei städtebauliche Entwicklungslinien fliessen zusammen: Der Erholungsraum der Glatt, die Gartenstadt Schwammendingen, das Entwicklungsgebiet Leutschenbach.
Der Verbindung nach Leutschenbach über die Bahn wird ein grosses Potential zugetraut. Die Stadt wird die Wallisellenstrasse zum städtischen Boulevard aufwerten.

Städtebau: Plätze, Wegnetze, Höfe
Das Areal wird in fünf Baufelder aufgeteilt. Ein othogonales Netz von Strassen und Wegen ordnet das Gebiet und fasst die Baufelder. Zusätzlich rhythmisieren drei Plätze den Raum zwischen den Baufeldern und schaffen Verbindungen zum städtischen Umfeld.

Städtebau: Strategie
Die Einteilung in fünf Baufelder ist aber auch strategisch im Sinne eines sich mit der Zeit realisiernden Masterplans zu verstehen. Im Hinblick auf den langen Realisierungshorizont sind verschiedenartige Projekte denkbar.

Baufeld, Nachbarschaft
Die Gebäude werden direkt von den umliegenden Wegen und Strassen erschlossen. Im Innern schaffen ein oder mehrere Höfe mit intimem Charakter kleinräumige Nachbarschaften.

Grünräume, Vegetation
Zwei unterschiedliche Vegetationstypen treffen aufeinander: In Gruppen angeordnete Bäume mit gefiedertem Blattwerk reflektieren die Auenlandschaft der Glatt. Im Kontrast dazu stehen die Erschliessungswege in der Siedlung: Sie werden von linear und regelmässig angeordneten Einzelbäumen mit gelapptem Blattwerk begleitet. Locker gruppierte Hofbäume setzen mit ihren prägnanten Blüten, Fruchtständen und Herbstfärbung jahreszeitliche Akzente.

Haus, Wohnung
Die Gebäude reagieren innerhalb des klaren Musters der Baufelder flexibel und verspielt auf die jeweiligen äusseren Einflüsse (insbesondere den Lärm). Mit einem Muster von grossen quadratischen Räumen werden grosszügige, flexible, gut möblierbare Wohnungen generiert. Der Akzent wird auf Nutzungsneutralität und vielfältige Raumsequenzen gelegt.

Siedlung Hausäcker, Ersatzneubau mit 79 Wohnungen, Zürich 2005–2010

Städtebaulich wird die ortstypische heterogene Bebauungsweise aufgenommen und fortgeführt. Durch Stellung und Formgebung der Gebäude ergeben sich fliessende Aussenräume und können baurechtliche Abstände minimiert werden. Die sich verengende und weitende Bewegung des Aussenraumes erzeugt Spannung und Abwechslung. Zwei Platzräume entstehen, die thematisch verschieden genutzt werden können und die bestehenden Gebäude in die Anlage einbinden. Dem Fussgänger und Bewohner eröffnen sich vielfälltige Sichtachsen und Ausblicke durch die Siedlung hindurch in das Quartier hinaus.

Das Aussenraumkonzept wird auf den Grundriss, respektive den Wohnraum übertragen. Schlafräume, Nasszellen und Treppenhäuser bilden Zimmerpakete, die einen fliessenden Raum fassen, bestehend aus Entree, Küche, Wohnraum und Balkon. Diese Typologie zeigt sich in allen Wohnungsgrundrissen. Durch die Gebäudegeometrien ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungen.

 

Montagnola, Neubau von 42 Wohnungen, Montagnola 2008- 2016

Das unbebaute Grundstück liegt an einem steilen Osthang mit herrlicher Sicht auf den Golf von Lugano. Da das Grundstück nicht erschlossen ist, bildet die Erschliessung einen entscheidenden Aspekt des Entwurfes. Terrassen aus Natursteinmauern sollen das strukturierende Element der Überbauung bilden. Sie stellen einerseits einen Sockel dar, auf denen die Gebäude sitzen, andererseits dienen sie als Wegführung durch die Anlage.  Die Tiefgarage folgt dieser Erschliessung und versteckt sich in einem zusammen hängenden Sockel unter den sechs weit gehend identischen Gebäuden. Drei Häuser werden für Stockwerkeigentum gebaut, drei mit leicht komprimierten Grundrissen mit Mietwohnungen.

Innerhalb der Wohnungen betont das umlaufende Fensterband die Horizontale und fasst so die fantastische Aussicht. Der grösste Teil der Wohnungen ist dreiseitig orientiert und erhält so auch möglichst viel Abendsonne. Die Grundrisse werden einerseits durch einen fliessenden Hauptraum bestimmt, anderseits besteht eine klare Unterteilung in einen Tag- und einen strikt privaten Nachtbereich. Es besteht eine grosse Nutzungsflexibilität. Vor allem bei den Stockwerkeigentumswohnungen lässt die Baustruktur auch eine grosse Planungsflexibilität zu.

Kalkbreite, Projektwettbewerb Wohnüberbauung, 2009, 7.Platz

In einem vom Verkehr umbrandeten Geviert zwischen der Badenerstrasse, der der Kalkbreitestrasse und der linksufrigen Seebahn wird eine urbane Grossform vorgschlagen. Von Aussen zeigt sich der Entwurf als  grossmassstäbliche Figur. Durch eine öffentliche Treppe gelangt man auf das Dach der unter dem Hof liegenden Tramhalle in eine Gegenwelt: einen ruhigen, grünen Dschungel.

Die Bewohner gelangen entweder über den Hof und rundum laufenden Laubengängen zu ihren Wohnungen. Oder sie benutzen auf Strassenniveau die Hauseingänge und gelangen mit dem Lift direkt zu ihren Wohngeschossen. Die Laubengänge dienen neben ihrer Funktion als Wohnungserschliessungen verschiedenen Zwecken: sie sind eine horizontal und vertikal verknüpfte Begegnungszone, sie dienen als Filter zum halböffentlichen Hof, im Sommer sind sie Brise-Soleil. Zusammen mit den frei unterteilbaren Geschossen ermöglichen sie grösstmögliche Flexibilität und somit Nachhaltigkeit.

Furttalstrasse, Wettbewerb Wohnsiedlung in Zürich-Affoltern 2007/08, 2.Preis

Städtebau
Unsere Bebauung unternimmt den Versuch in dem heterogenen Umfeld eine eigenständige Figur zu bilden, die sich gleichzeitig auch mit den benachbarten Räumen und Bauten verschränkt. Durch die Gebäudestellung ergibt sich ein fliessender Aussenraum, der sich mal weitet, mal verengt, Übergänge bildet und die charakteristische Durchlässigkeit des Quartiers aufnimmt. So weicht zum Beispiel das Gebäude zur Stadt hin leicht aus der Strassenflucht zurück, reagiert auf den anstossenden städtischen Raum und leitet über in den intimeren Siedlungsraum. Vielfälltige Sichtachsen und Ausblicke eröffnen sich dem Fussgänger und Bewohner.

Eine Abfolge von Plätzen unterschiedlichster Grösse und Lage strukturiert den Siedlungsraum, setzt Schwerpunkte und soll eine grosse Nutzungsvielfallt für die Bewohner und das genossenschaftliche Leben bieten.

Wohnungstypologien
Um den Gedanken der Gartenstadt zu unterstützen und eine grosse Vielfallt an Wohnungen anbieten zu können, werden in den Gartengeschossen Duplexwohnungen vorgeschlagen. 30% aller Wohnungen erhalten dadurch einen eigenen Garten. Darüber liegen die Stockwerke mit Geschosswohnungen in unterschiedlichster Grösse (Planungsflexibilität, respektive Schaltbarkeit der Zimmer).

Auf der Nordseite der Zeilenbauten liegt im Erdgeschoss jeweils eine Nutzungsschicht mit Erschliessung, Velo- und Kinderwagenräumen. Auf der Südseite, der Gartenseite, liegen die Duplexwohnungen, die je nach Lage, mal den Wohnraum im Gartengeschoss, mal, auch aus Gründen des gesetzlichen Lärmschutzes, im Obergeschoss haben. Durch das Herausschieben eines Zimmers aus dem Gebäudekörper erhalten diese Wohnungen im Wohngeschoss eine Terrasse und gleichzeitig wird der Grundriss mit dem Gartenraum verzahnt. Die Idee des Reihenhauses wird verdeutlicht. Die Möglichkeit des Zuganges auf beiden Geschossen erhöht die Nutzungsmöglichkeiten dieser Wohnungen.

Aussenraum
Der Aussenraum bietet Orte unterschiedlicher Nutzungen, Atmosphären und Bezüge. Die Anordnung des Wegesystems erreicht neben effizienter Erschliessung der Adressen eine Markierung dieser Aufenthaltsräume und ihre Verwebung.
Die Vegetation unterstützt die gestalterische Gesamtidee. Grossbäume bilden das räumliche Gerüst für eine vielfältige, gartenstadt-inspirierte Auswahl blühender Sträucher und Hecken. Vier Zeilen von Blauglockenbäumen akzentuieren die gemeinschaftlichen Flächen, Chinesische Birnen fassen die Furttalstrasse.

Sequenz von Gemeinschaftsräumen:
Den Auftakt der Siedlung aus Richtung Furttalstrasse, Wehntalerstrasse, und Tram-/ Bushaltestelle bildet ein baumbeschützter erhobener Bereich, der sich als Treffpunkt und Vorplatz der Atelier- und Gewerberäume anbietet.
Ein Platz im Zentrum, zugleich Durchgangsraum und Aufenthaltsort, verbindet Wohnhäuser, Stadt, Sondernutzungen und Gemeinschaftsraum. Eine aufgeklappte Sitz-kante unter malerischen, mehrstämmigen Trompetenbäumen bildet darin einen intimen Ruhepunkt aus. Ein bodenbündiges Wasserelement belebt den Platz und lässt gleichzeitig Raum für grössere Anlässe.
Die Haupterschliessung wird zur internen Spielstrasse. Eine Erweiterung des Weges am Westrand der Siedlung dient als Kleinkinderspielplatz mit Fallschutz; ein infor-meller Bereich am Südrand zum Grillieren und als Spielplatz für ältere Kinder.

Privatgärten:
Die Eingangsbereiche- und Wege auf der Nordseite der W-O liegenden Zeilen werden durch lineare, fassadenparallele Schnitthecken betont. Hierzu kontrastierend sind die Schnitthecken auf der Südseite als Gärten trennende Elemente quer zu den Häusern angeordnet.
Die Gärten schliessen im Süden mit einer weichen Kante von 1.5-5m hohen und breiten Sträuchern verschiedener Blüten-, Laubfarbe und Wuchsform.

Resort Andermatt, Studienauftrag Villenzone 2007

Auf einem ehemaligen Waffenplatz entsteht das Ferienresort Andermatt Swiss Alps. Im Endausbau wird es über 6 Hotels, 70 Appartementhäuser und Villen sowie über eine ausgedehnte öffentliche Infrastruktur verfügen.

HLS wurden eingeladen, Vorschläge für die direkt an der Reuss liegende Villenzone zu machen. Obwohl es sich um sehr luxuriöse Villen handelt, wünschte die Bauherrschaft eine dichte Bebauung. Damit trotzdem jede Villa einen Anteil an der attraktiven Flusslandschaft für sich beanspruchen kann und möglichst viel Privatheit gewährleistet ist, schlugen HLS vor, die Villen in Dreier-Clustern zu organisieren. Jede Villa dockt hinten an einen Erschliessungsplatz an, vorne verfügt sie über eine Terrasse mit Blick auf die Reuss. Die Villen sind in den drei grössen S, M, und L konzipiert. Im Sinne der dichten Anordnung verfügen sie über ein introvertiertes Rückgrat aus Stein und eine Zimmerschicht aus Holz mit grosszügigen Öffnungen.

Bellinzona, Concorso Cassa Pensioni dei Dipendenti Dello Stato 2005

concetto urbanistico:

L`area di concorso si trova a confine di un quartiere residenziale con grandi edifici destinati all`amministrazione pubblica. Ad ovest del sedime è in fase di progettazione un parco pubblico

Il progetto si orienta alla tipologia preesistende nel vicinato, ovvero ad edifici singoli con spazi privati esterni che si estendono tra di essi.

L`ampliamento del parco pubblico ad est, viene eseguito in modo tale da passare da  zona pubblica a spazi verdi privati. Gli edifici vengono quindi a trovarsi in un parco privato con acceso al parco pubblico.

concetto architettonico:

La disposizione degli appartamenti avviene in tre fabbricati diversi. Ne risultano  appartamenti con qualità differenti, composti con i medesimi elementi e locali. Inoltre i volumi presentano una superficie di facciata minimizzata. In questo modo i costi d` edificazione risultano contenuti.

Gli appartamenti si dispongono attorno a un ampio soggiorno con terrazza e cucina. La cucina è stata pianificata in modo che puo essere eseguita sia aperta che separata dal salotto. Gli appartamenti usufruiscono, in tal modo, di una trasparenza spaziale attraverso la terrazza, che genera una certa spaziosità. Le camere restano nonostante tutto zone intime.

L`accesso veicolare ai posteggi coperti avviene in modo che i spazi esterni e di svago non ne vengano toccati. L`autorimessa sotterranea può essere raggiunta attraverso accessi interni.

Ogni appartamento è predisposto per persone portatrici di handicap.

struttura e statica:

La stattica viene interpretata tale, che le facciate non necessitano di elementi portanti. Il principio formativo delle aperture è quindi esclusivamente rivolto alle esigenze dei spazi interni.

Questo tipo di struttura rende possibile un semiinterrato rientrante, ottenendo così la sensazione di un paesaggio scorrevole sotto edifici sospesi nell`aria.

sistema costruttivo e materiali:

Per le facciate viene suggerito una esecuzione ad intonaco con superfici differenti. I diversi strati delineano le altezze differenti del davanzale, entranto in dialogo con le vilette circostanti. Interpretando la loro diversità e il loro rapporto con i spazi esterni, viene sottolineato la propria indipendenza.

nMBA, Wettbewerb nouveau Musée des Beaux Arts Lausanne 2004

La rive du lac, entre Ouchy et Vidy, s’est considérablement transformée au cours du temps; le lac a notamment été repoussé au moyen de remblais. Le long de la rue de Rhodanie, devant la place de Bellerive et sur le môle juste devant le chantier naval, des lignées d’arbres disposées comme des anneaux de croissance marquent les étapes de l’évolution du terrain. C’est entre ces lignées végétales que se côtoient les différents espaces: la place de Belleville – utilisée tantôt comme place du cirque, tantôt comme lunapark et tantôt pour des places de stationnement – la piscine, le chantier naval et le terrain triangulaire du futur musée s’avançant dans le lac. À l’avant de ce terrain recouvert de roseaux, se trouve le bâtiment du musée. Comme un coquillage échoué sur le rivage, il témoigne d’une relation étroite entre la berge et le lac tout en gardant et protégeant son contenu précieux.

Les généreuses salles d’exposition du musée sont sans exception orthogonales et neutres. La lumière naturelle peut être régulée, selon les besoins, par des impostes. La division des espaces est flexible, ce qui permet une présentation optimale des œuvres d’art; les salles sont repliées sur elles-mêmes, et leur atmosphère favorise ainsi la concentration sur les œuvres. Les autres espaces disposés autour de ces salles sont, par contre, modelées de façon plus expressive et séparées que par une membrane du paysage extérieur. Du côté de la ville, ils contiennent le hall d’entrée, le café et le foyer; du côté du lac, le visiteur peut se retirer, s’asseoir et se retrouver face au lac Léman et son paysage magnifique.

Par la fragilité de sa place – entre le lac et la rive – le musée s’expose comme le fait l’art. Comme l’art, cet édifice veut créer des tensions tout en fondant une atmosphère de paix et de concentration.

Rautistrasse, Wettbewerb Wohnsiedlung in Zürich-Altstetten 2004

Mit Ausnahme einiger Ecktypen, basieren alle Wohnungen auf der gleichen, einfachen Grundtypologie: grosszügige, helle, an der Fassade liegende Treppenhäuser mit repräsentativen Eingangbereichen. Alle Nasszellen sind natürlich belüftet und beleutet. Küche und Essraum bilden eine Einheit, die Küche kann aber auch ganz abgetrennt werden. Grosse Entrées, ansonsten wenig Erschliessungsflächen. Abgetrennter Schlafbereich – offener Wohnbereich mit vielfältigen Sichtbezügen. Die Wohnung profitieren durch ihre Transparenz in der Querrichtung über Aussicht (meist auf der Talseite) und Sonne (auf der Berg- bzw. Abendseite). Jede zweite Wohnung verfügt über ein abtrennbares, separat zugängliches „Zürcher Zimmer“. Sämtliche Wohnungen haben durch ihre Querorientierung Anteil am Hof und an der Strasse beziehungsweise der Aussicht. Keine unattraktiven Ergeschosswohnungen.

Die Umgebung der Parzelle ist sehr heterogen: Einzelhäuser wechseln sich ab mit niedrigen Zeilenbauten der fünfziger Jahre und Wohnblocks der Sechziger und Siebziger. Die Umgebung verfügt über viel Grün. Insbesondere die Aussenräume der bestehenden Siedlungen wirken allerdings undefiniert und  zerfledert. Das Projekt antwortet mit einer urbanen Geste. Die Überbauung  besetzt die Ränder mit zwei starken Gebäudekörpern. Sie umschliessen einen räumlich klar gefassten Hof. Der Hof hat die Qualitäten eines grosszügigen Parks, der das Herz der Überbauung bildet. Dem städtischen Aussen, wo sich alle Hauseingänge befinden, wird das Wohnzimmer der Siedlung gegenüber gestellt. Dieser Inneraum ist aber nicht hermetisch abgeschirmt – er öffnet sich den Nachbarn und erlaubt den Bewohnern vielfältige Aus- und Durchblicke.

Oberer Graben, Projektwettbewerb Verwaltungszentrum in St. Gallen 2003

Die Aufgabe bestand darin, die bestehenden Altbauten des St. Gallischen Strassenverkehrsamtes durch zwei Neubauten zu vergrössern und zu modernisieren.

Das Projekt von HLS schafft ein neues Rückgrat, das teilweise in die Altbauten eingreifft. Treppenhäuser und Nasszellen werden so vollständig erneuert. An der Frongartenstrasse entsteht eine repräsentative Publikumszone. Die Fassaden nehmen das Thema der steinernen Verwaltungsgebäude der Jahrhundertwende auf.